Kondisommer

Die Saison frühzeitig abzubrechen hat geschmerzt, doch mir ist so wie allen anderen nichts anderes übriggeblieben, als das Beste daraus zu machen. Und es hat höchstens eine Woche gedauert, bis ich realisierte, welcher Segen dieser Lockdown für mich sein konnte.

Anfangs habe ich die leeren Skipisten, die einige Wochen lang noch bis ins Tal in einem perfekten Zustand waren mit meinen Tourenski sicher gemacht (weil unsicher machen war ja ein no-go), und als die Temperaturen langsam stiegen und der Schnee schmolz, nutzte ich die wenig befahrenen Straßen mit meinem Rennrad. Außerdem wurde viel daheim trainiert, gelesen und gekocht, worüber man in einem Interview mit dem Bergluft Magazin mehr erfahren kann (https://www.bergluft-magazin.com/artikel/osv-athlet-julian-schutter-so-sieht-training-in-quarantane-aus).

Im Mai bekamen wir sogar die Möglichkeit, zwei Schneekurse lang am Kaunertaler Gletscher an unserer technischen Basis zu feilen.

Danach durften wir endlich wieder am Olympiazentrum trainieren. Den Großteil meiner Trainingszeit verbrachte in der Kraftkammer in Rif, am Rad, und manchmal auch mit den Skates am Walser Pumptrack. Besonders erinnerungswert waren die zwei langen Radtouren, einmal Schladming – Graz, und einmal die 3.187 hm am Gloßglockner. Mit meinem konditionellen Fortschritt bin ich sehr zufrieden.

Doch jetzt freue ich mich schon wieder auf dünne Luft mit Schneearoma.

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